Kreuzfahrten in Kuba (Teil 1): Viva La Habana!

Havann, Kuba

Auf nach Kuba! So lange es noch geht! Denn wenn demnächst amerikanische Inveestoren auf der Insel einfallen, wird sich alles für immer verändern. Wir waren dort und sagen euch, wie ihr nach einer Kreuzfahrt in fünf Tagen eine tolle Rundreise machen könnt und in welchen privaten „casa particulares“ ihr ganz familiär bei freundlichen Kubanern wohnt. Los geht es heute in Havanna:

Die Altstadt Habana Vieja, ein Gewirr aus engen Gassen, Einbahnstraßen, heruntergekommenen Stadtpalästen. Und irgendwo in diesem Labyrinth befindet sich unser „Hotel“. Mittendrin ist das Hostal Peregrino. Bitte klingeln. Aus dem dritten Stock wird an einer Schnur der Schlüssel heruntergelassen. Der Besitzer Julio begrüßt uns in sehr gutem Englisch. Der ehemalige Kinderarzt in einer Klinik (Monatslohn keine 150 Euro) führt mit Frau Elsa drei Bed & Breakfast-Pensionen (info@hostalperegrino.com) – und das sehr westlich, sehr professionell. Die acht Zimmer sind super, mit besten Materialien renoviert. Julio war es auch, der uns Alex vermittelt, unseren Führer, sein ehemaliger Englischlehrer. Alex zeigt uns sein Havanna. Erst zu Fuß zu den vier Hauptplätzen der Altstadt,von denen die Plaza Vieja der allerschönste ist. Dann tuckern wir weiter in seinem uralten Opel, der so alt ist wie die Kulturrevolution mit satten 350 000 Kilometern auf dem Buckel. Es geht zum Capitol, einem Zwilling zu dem in Washington. Stopp am Bacardi Building, dem ehemaligen Firmensitz der Rum-Familie, oben wartet ein 36-Grad-Blick. Und natürlich müssen wir noch an die berühmte, acht Kilometer lange Uferpromenade, dem Malecón. Wir hüpfen aus dem Rostgestell, hocken uns auf die Kaimauer, links und rechs Liebespärchen. Und vor unsein Never-ending-Corso der schönsten 50er-Jahre-Straßenkreuzer, die vor der verlotternden Pracht kolonialer Prachtbauten vorbeiziehen. Lange, sehr lange sitzen wir hier und genießen diese kostenlose Show.

Alter Opel

Alter Opel

Habana. Eine neue alte Schönheit, die ein Herz und eine Seele hat – ihre im Ganzen rund 2,2 Millionen Bewohner, die in ihren Vierteln weiterleben. Wand an Wand mit den Touristen. Die authentisch bleiben. Freundlich, fröhlich, neugierig und hilfsbereit auch gegenüber Touristen. Viele leben inzwischen von den Devisen, haben kleine Geschäfte aufgemacht, verkaufen Saft oder Blumen.

Prachtbauten am Prado ausgehöhlt wie nach dem Krieg

Prachtbauten am Prado ausgehöhlt wie nach dem Krieg

Havana , Kuba

Wir lassen uns durch die Straßen treiben. Havanna ist trotz aller Diskrepanzen eine Stadt, in der sich Besucher willkommen wissen und wohlfühlen. Schon Ernest Hemingway wusste das – und lebte hier länger als in den USA. Havanna und Hemingway – zwei, die zusammengehören. Der amerikanische Schriftsteller hatte nahe der Plaza de la Catedral seine Lieblingsbar,„La Bodeguita Del Medio“. Heute eine Touristenattraktion. Irgendwann landen wir in der zweiten berühmten Bar Havannas. Genau, im „El Floridita“.  Auch hier hockte Hemingway und hat dem Daiquiri so zu Weltruhm verholfen. An der Theke links sitzt der Nobelpreisträghger in Bronze gegossen, ein beliebtes Fotomotiv. Alex plaudert: „Hemingway trank wegen seiner Diabetes den Daiquirí ohne Zucker, den Papa Doble.“ Soso,  na dann genehmigen wir uns auch mal einen. Und noch einen. Und kommen auch ins Dichten und Philosophieren.

El Floridita

Ernest Hemingway im El Floridita , Havanna , Kuba

Havanna polarisiert. Liebe oder Hass. Dazwischen gibt es nichts. Wir haben uns verguckt, und zwar schlagartig in das alternde, zerfurchte Gesicht dieser „Grande Dame“ und ihre zunehmenden Versuche, sich zu restaurieren – finanziert durch die staatseigenen Unternehmen.  Abends schleppt uns Alex zu einer weiteren Attraktion, die „Cuba Queens“. Eine formidable Show in einem alten Stadtpalast am Prado. Besitzerin ist eine Kubanerin, die mit einem (Geld gebenden) Schweizer verheiratet ist.

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Plaza de Armas in Havanna, Kuba

Plaza de Armas in Havanna, Kuba

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