Karibik-Kreuzfahrten: Fünf Tipps für Barbados

Die Karibik ist so farbig wie die Häkelmützen der Rastamänner: Rum-Punsch und Reggae, Beach-Partys und Karnevals-Umzüge, Trubel und Abgeschiedenheit, faulenzen und aktiv sein. Vor allem gibt es Sonne satt!

Eine der schönsten Arten, die Karibik zu entdecken, ist das Insel-Hopping mit einem Kreuzfahrtschiff! Tagsüber ist man an Land, nachts fährt euer schwimmendes Hotel zur nächsten Traum-Insel. Das ist einfach super entspannt. So könnt ihr in einer Woche bis zu sechs Inseln entdecken. Wer will, dass sich der lange Flug aus Europa lohnt, kann auch zwei Wochen buchen: Viele Reedereien haben nämlich ihre Karibik-Kreuzfahrten im Zwei-Wochen-Rhythmus geplant, so dass in der zweiten Woche nochmal sechs neue Inseln dazukommen. z. B. die Mein Schiff 3 oder Aida .

Das riesige Ausflugsangebot ist bei allen Reedereien fast identisch, mit Schwerpunkt auf Aktivitäten wie Katamaran-Segeln, Schnorcheln, Wanderungen, Beach-Aufenthalten. Aber auch auf eigene Faust könnt ihr mit einem Taxi gut die Inseln entdecken. Bleibt nur noch die Wahl, auf welchem Kreuzfahrtschiff ihr reisen wollt! Wir stellen euch die Häfen vor, die von den beliebtesten Schiffen angefahren werden. Los geht’s mit Barbados!

Barbados „Oh, Islands in the Sun“

Barbados, Bridgetown, Hafen

Karibik pur: Am Hafen von Bridgetown auf Barbados

Barbados gehört zu den am höchst entwickelten, den europäischsten und den reichsten Karbikinseln. Und sie ist eine der abwechslungsreichsten: Wilde Wellen und hohe Klippen auf der Atlantikseite, liebliche Palmen-Buchten auf der Karibikseite, insgesamt 90 Kilometer Strände, Top-Golfplätze, historische Kolonialbauten und Denkmäler der einst prosperierenden Zucker-Industrie.

Barbados mit seinen rund 286 000 „Bajans“ , wie sich die Einwohner nennen, ist „very british“ –

Wir treffen Maria, die die im Pendelverkehr jeweils eine Handvoll  Gäste vom Flughafen im Taxi zum Hafen von Bridgetown bringt: „Wir fahren auf der linken Straßenseite, haben unsere teatime, das englische Schulsystem, unsere Nationalsport ist Cricket, aber auch Polo .“  Von der ehemaligen Herrschaft der Zuckerplantagen zeugen noch ein paar feudale versteckt liegende Herrenhäuser. Schon lange ist die heutige Haupteinnahmequelle aber der Tourismus. Die Südküste, durch dessen Orte Maria das Taxi lenkt, sei jünger, aktiver, und für den kleinerem Geldbeutel. „Die Westküste ist feiner,“ so Maria, „Dort befinden sich abgeschlossene Hotelanlagen für Gäste mit  „money.“  Wie das Sandy Lane, das ultimative Luxus-Eldorado hier, in dem auch Barack Obama seinen Honeymoon feierte.
Ankunft im Hafen: Durch eine labyrinthartige Schleuse von Dutzenden von Souvenirläden muss der Kreuzfahrtgast seinen Koffer durchs Cruise Terminal schieben, um an die Pier zu kommen. Ein lästige Prozedur, die sich leider in vielen Karibik-Terminals finden lässt.
Was ihr an Land unternehmen könnt, lest ihr hier!

 

Tipp 1: Jeeptour über die Insel

Barbados: Landausflug mit dem Jeep

Karibikkreuzfahrten: Im offenen Jeep rasant über die Insel vonBarbados

Karibik: Jeep-Tour auf Barbados

Beliebt bei Kreuzfahrern: Mit dem Jeep über die Insel von Barbados

Die Küsten der relativ flachen Insel, eine aus dem Meer angehobene Platte aus Korallenkalk, haben reizvolle Kontraste zu bieten: Deshalb solltet ihr unbedingt eine Jeep-Tour über die Insel von der Karibik- zur Atlantikseite buchen. Wir haben sie ausprobiert!
Am Hafen von Georgetown vorbei geht’s raus aus der Stadt und in die Natur. Erster Stopp ist an der Gun Hill Signal Station, einer ehemaligen britischen Militärbasis. Dann fahrt ihr weiter zu der mit 200 Jahren ältesten Zuckerfabrik der Insel. Auch hier könnt ihr aussteigen und das Industriemonument fotografieren.

Barbados: Sugar Factory

Barbados:  Zuckerfabrik.

Richtig holprig wird’s jetzt. Off-Road brausen wir durch eine Zuckerrrohrplantage – rechts, links schlagen uns die Halme ins Gesicht…..Dann sind wir im Joe’s River Forest nahe dem Örtchen St. Joseph. Rein geht’s in den tropischen Regenwald!
Wir fahren über Hügel, vorbei an Schluchten und vielen, vielen Mahagonibäume. Sehen Riesenbäume und Meerkatzen. Ein rasantes Erlebnis!

Mit dem Jeep geht es durch den Urwald

Mit dem Jeep geht es durch den Urwald

Jeep-Tour auf Barbados

Kreuzfahrer auf Landausflug im Jeep

Dann geht’s immer höher hinauf, die Straße windet sich, ihr stoppt an der sehr alten St. Joseph Parish Church. Von hier kann man schon den Atlantik durch die Palmwedel erkennen.

Barbados: St. Joseph Parish Church

Barbados: St. Joseph Parish Church

Nur ein paar Minuten von hier sind es bis zum Hackelton’s Cliff. Benannt so die Legende nach einem Mann mit diesem Namen, der sich von hier heruntergestürzt haben soll. Ihr seid tatsächlich am höchsten Punkt der Insel und schaut auf ein gigantisches Panorama – die Bucht von Bathsheba an der Atlantikseite.

Bathsheba – die wilde Ostküste am Atlantik

Raue Wellen an der Atlantikküste von Barbados

Raue Wellen an der Atlantikküste von Barbados

Karibik Kreuzfahrten: Barbados

Barbados am Atlantik: Der wilde, raue Strand von Bathsheba

Batsheba, ein Fischdorf an der Ostküste. Ein Ort natürlicher Schönheit!
Und sehr gemütlich mit Kirchen, Pensionen, Restaurants und Rum-Shops – ohne die Hektik und Staus wie auf dem Rest der Insel. „Für viele, vor allem Einheimische, ist der Besuch von Bathseba eine Art Jungbrunnen“, sagt unser Führer. „Sie kommen hierher, um sich zu erholen.“ Kein Wunder, dass Bathsheba ein teueres Fleckchen ist: Die Grundstücke sind hier ebenso begehrt wie auf der ganzen Insel und kaum noch unter einer Million Dollar zu haben.

Faszinierend ist vor allem der kilometerlange, raue Strand, an den die Wellen tosend brechen, die Gischt in die Luft wirbelt und einen das Salz des Meeres schmecken lässt. Hier wähnt man sich eher in der Bretagne als in Äquatornähe! Markant sind die einzelnen Felsbroken, offenbar der Abbruch früherer Korallenriffe.
„Baden ist strengstens verboten, zu gefährlich!“ so unser Führer. Trotz der turbulenten See gibt es jedoch seichte Pools, die zum Schwimmen geeignet sind. Doch die ändern sich auch je nach Gezeiten und Jahreszeit, deshalb solltet ihr lieber vorsichtig sein.
Aber ihr könnt den Surfern zuschauen, denn die Strände hier sind berühmt als Surfdestination. Bekannt weltweit ist der Bathseba Soup Bowl Surf Wettbewerb, der Sportler aus der ganzen Welt anzieht.

Tipp 2: Karibik-Feeling am Traumstrand Carlisle Beach

Nur wenige Minuten vom Schiff: Carlisle Beach

Wassersport an Barbados Traumstrand Carlisle Beach

Nur 20 Fußminuten sind es von Schiffsanleger zum Carlisle Beach – einer meiner liebsten Strände in der ganzen Karibik! Der Weg dorthin führt durch die Straßen von Bridgetown, so dass ihr einen ersten Eindruck von dem Städtchen bekommt. Der Strandzugang ist etwas versteckt. Am besten gelangt ihr über die Parkplätze direkt hinterm Strand auf den Sand.
Natürlich könnt ihr auch ein Taxi nehmen, Dann könnt ihr euch ins Stadzentrum fahren lassen und von dort direkt an einen offiziellen Strandzugang.

Carlisle Beach – die langgestreckte, seichte Bucht verströmt Karibik Feeling pur! Puderzuckweiß und puderzuckerweich ist der Sand hier. Glasklar, warm, aber immer noch erfrischend das Wasser. Hier könnt ihr auch alle möglichen Arten von Wassersport machen!
Jet Ski buchen, Banana Boat fahren, Kayak fahren, Schnorcheln und und und…..

Barbados Bridgetown

Barbados Bridgetown

Tipp 3: Bummel durch Bridgetown

Nach dem Baden bietet sich noch ein Spaziergang durch die Broad Street an, die größte Geschäftsstraße von Bridgetown mit modernen und luxuriösen Einkaufshäusern. Aber Achtung! Zollfrei heißt nicht unbedingt für uns Europäer auch günstiger! Wirkliche Schnäppchen haben wir nicht entdeckt.

Die Shops, Banken und Geschäftshäuser stehen neben schon wackeligen und noch unrestaurierten Kolonialhäusern. Ein ganz besonderer Charme, dieser Kontrast! Eigentlich ist das Getümmel dem inzwischen schon sehr entspannten Wohlfühl- Kreuzfahrer zu hektisch.

Barbados: Restaurants und Bars am alten Hafen von Bridgetown

Barbados: Restaurants und Bars am alten Hafen von Bridgetown, The Careenage

Viel ruhiger ist die Stimmung im alten Hafen „The Careenage“, wo früher Schiffe repariert und gereinigt wurden. Heute liegen hier vor allem Yachten und Fischerboote. In einem der Bars und Cafes kann man das Treiben am nahen Wasser beobachten: die Arbeiten an und auf den Motoryachten, Segelbooten, die Hochseefischer beim An- und Ablegen oder einfach den multikulturellen Hautfarbenmix, der vorbei flaniert.
Hier könnt ihr auch einen „Flying Fish“ probieren! Das Wappentier und Wahrzeichen von Barbados wird in vielen Variationen serviert – in Restaurants aber auch schlichten Hafenlokalen oder an Straßenständen als Snack oder Sandwich und schon zum Frühstück!

Unser Fliegenfisch-Tipp:

Cuz’s Fish Shack in Bridegetown, eine kleine Imbißbude, aber immer belagert!  

Hier gibt’s ein leckeres Fischsandwich mit Ei und Käse für ca. 5 Euro.  Cuz ist auf dem Parkplatz zwischen Hilton und Radisson.
Ich habe das Sandwich probiert, aber mein Fall ist dieser Fisch nicht!

Nur wenige Meter von hier steht übrigens Lord Nelson als Bronzestatue auf dem National Hero Square. Seit 1813 schaut er sich schon von oben die Szenerie an. Ach ja, und das macht er  ganze 30 Jahre länger als der Kollege in London am Trafalgar Square.

Tipp 4:  Rum-Probe und Besichtigung – Die Mount Gay Rum Factory

Barbados gilt als die Wiege des Rums. Die Anfänge liegen im 17. Jahrhundert, als erstmals Zuckerrohrpflanzen aus Brasilien auf der Insel angebaut wurden. Man experimentierte mit dem Fermentieren von Melasse und nannte ds Ergebnis „Kill Devil“ – Teufelstöter. Dann wurde „Rumbullion“ daraus, was so viel wie Tumult bedeutet. Jedenfalls hatte das hochprozentige Gebräu seinen Namen weg. Immer weiter perfektioniert hat Barbados heute einige der besten Rumsorten weltweit.
1500 Rum Shops gibt es auf der Insel und sie tragen zum Beispiel so blumige Namen wie „Watering Hole“. Alle sind sie so eine Art Mischung aus Bar und Gemischtwarenladen. Ihr erkennt sie daran, dass die Häuser oft bunt angemalt sind.

Rum-Kenner sollten also auf jeden Fall einen Abstecher in eine der Destillerien, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen, machen. Die Reedereien bieten ebenfalls Besichtigungen mit Rum-Probe an.
Die meisten Touren führen in die Destillerie von Mount Gay Rum, der angeblichältesten Rummarke der Welt. Sie wurde bereits 1703 gegründet. Die Besichtigugn dauert ca. 30 bis 40 Minuten und zeigt auch die Herstellungsstufen des Rums. Gefolgt natürlich von der Verkostung der besten Sorten! Www.mountgayrum.com

Tipp 5: Stay and enjoy! Idealer Strandurlaub im Anschluss an Karibik-Kreuzfahrten

Ultimativer All-inclusive-Luxus:  Das „Sandals“ auf Barbados ist die neue Top-Adresse für Strandurlaub nach einer Kreuzfahrt

Ein 65 Millionen Dollar-Refit im letzten Jahr macht das Hotel zu einem neuen Highlight unter den Hotels auf Barbados . Zumal legerer, bezahlbarer Badeurlaub schwer zu finden gewesen ist. Das Sandals Resort in Christ Church schließt hier eine Lücke als erstes All-inklusive-Resort im Luxus-Segment. Eine eine üppige Gartenlandschaft, ein spektakulärer Lagunen-Pool, die Lage direkt an einem herrlichen Karibikstrand, dazu riesige Suiten mit allen Schikanen ausgestattet. Bemerkenswert ist die kulinarische Auswahl an elf Gourmet-Restaurants, wohl gemerkt wie alle Drinks im Preis inbegriffen.

Fazit:  Das „The Sandals“ macht eine Kreuzfahrt „rund“!

Hier kommt ihr zum ausführlichen Hotel-Test:

www.diekreuzfahrtblogger.de/barbados-thesandals/

Infos zu Barbados:
286 000 Einwohner. Hauptstadt Bridgetown. Hotel-Tipp: The Sandals Barbados (Www.thesandals.de), 1 Ü ab 244 Euro, buchbar z.B. über DERTOUR.Tipp: Oistins, Fischmarkt und Party-Meile. Währung: Barbados Dollar (BDS $). 1 Euro = 2,4 BDS $.

Links zu den Reedereien:

www.tuicruises.com

www.aida.de

 

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