USA: Annapolis, Segler-Eldorado an der Küste Maryland

Anapolis-Alter Hafen
Annapolis, bei diesem Namen klingelt was? Stimmt: Hier befindet sich die U.S, Naval Academy, die Kriegsmarine-Akademie der USA. Doch vor allem ist Annnapolis eine Boots- und Hafenstadt, ja die Segler-Hauptstadt der USA!

Gelegen am Severn River und der Chesepeake Bay vereint sie wie keine andere Statd an der Ostküste Geschichte, Tradition und maritimes Flair. Segelboote und Yachten von einfach bis luxuriös liegen hier vor Anker oder sind draußen in der Bucht “hart am Wind”. Da fühlen sich besonders Norddeutsche nah der Heimat: Backsteinhäuser und gepflasterte Gassen erinnern an Schleswig-Hostein und die Hansestädte, die frische Brise und das Klackern und Flackern der Segel könnte man auch an der Flensburger Förde finden. In den Restaurants gibt’s Frisches aus dem Meer. In den kleinen Lädchen und Geschäften findet sich wohltuend Originelles abseits der US-Ketten. Gemütlich und entspannt ist die Atmopshäre außerdem. Für erholsame Tage also bestens geeignet!

Beginnen Sie am besten an der langen Main Street. Sie liegt zwischen Church und Memorial Circle und war schon Teil der Stadtplanungen 1696, die durch Governor Francis Nicholson ins Leben gerufen wurden – nach Prinzipien der Stadtplanung des Barock-Zeitalters, was in Europa im 17. Jahrhundert modern war.
Bei einem Bummel durch die Straßen – im Visitor’s Center gibt’s Stadtpläne oder auch geführte Rundgänge unter dem Motto “Discover Annapolis Tours” – lässt sich die 400jährige Geschichte hautnah erleben. Denn Annapolis schmückt sich mit einigen historischen Trophäen: es hat mehr Gebäude aus dem 18. Jahrhunderts als andere amerikanische Städte. Darunter die Häuser aller vier Maryland-Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung. Außerdem hat es das älteste noch genutzte State House des Landes: George Washington trat hier von seinem Amt als Befehlsführer der Continental Army im Jahre 1783 zurück und der Kongress ratifizierte das Treaty of Paris hier, was dann in der Folge zum Ende des Unabhängigkeitskrieges führte.

 Das Hammond-Harwood House

Kolonialer Baustil vom Feinsten: Das Hammond-Harwood House .

Annapolis, Maryland

Sehenswert ist auch das Hammond-Harwood House ( www.hammondharwoodhouse.org/)und auch das Banneker-Douglass Museum ebenso wie das Maryland Museum für African-American History.

 

Besonders hübsch ist das William Paca’s House mit seinem beeindruckenden 8000 Quadratmeter großen Lustgarten aus dem 18. Jahrhundert – der einzige der Nation, so die Führerin. Und geschichtsträchtig: Hier lebte William Paca, ein Rechtsanwalt, einer der Unterzeichner der Unabhängigkeitserklärung.

William Paca House

William Paca House

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Annapolis Hafen

Hunderte von Segelboote schmücken Annapolis

Irgendwann enden alle Rundgänge am Hafenbecken. Interessant hier ist das Alex Haley Memorial. Es erinnert an die Ankunft von Kunta Kinte, dem jungen Afrikaner aus Gambia, der nach Alex Haley’s Novelle „Roots“ hier in Annpaolis als Sklave verkauft wurde. Haley’s Recherche ergab, das Kunta Kinte auf dem Sklavenschiff „Lord Ligonier“ am 29. September 1767 in Annapolis ankam

Chick and Ruth's Delly in der Main Street

Chick and Ruth’s Deli in der Main Street von Annapolis

Ob zum Breakfast oder Lunch: Das Chick and Ruth’s Delly in der Main Street ist eine Institution und die typisch amerikanische Speisekarte genauso riesig wie die Portionen (www.chickandruths.com). Hier wird jeden morgen um halb neun Patriotismus gelebt – und der US-Flagge salutiert. Ein Ritual, ein Schauspiel und prima Werbegag! Wie überall an der Chesapeake Bay können Sie hier und in vielen Restaurants der Stadt auch den berühmten Crab Cake genießen.

Typisch für die Ostküste der USA: Der Adirondeck Chair

Typisch für die Ostküste der USA: Der Adirondack Chair

Doch zurück nach Annapolis und zur U.S. Naval Academy. Hier muss eine Tour gebucht werden, sonst darf keiner rein, der nicht dort arbeitet oder studiert. Die Rundgänge beginnen am Academy’s Armel-Leftwich Visitors Center.

Appell in der Naval Academy

Ganz schön imposant und fast einschüchternd riesig ist das Gelände hinter den hohen Mauern, das laut unserem Führer 850 000 Quadratmeter groß sein soll: Rund 4400 Midshipmen leben und studieren hier, dazu kommen 600 Professoren, Militär und Zivilisten. Die Zahl der Studienbewerber ist um ein Vielfaches höher als Bewerber aufgenommen werden können, die Zugangsvoraussetzungen sind hart. Wie auch das Leben in dieser Kaderschmiede, die seit 1845 besteht. Seit 1976 sind auch Frauen zugelassen. Vier Jahre dauert das Studium, die Sommer werden zudem auf See verbracht. Die Seekadetten können unter rund 20 Studienfächern wählen, nach ihrem Abschluß sind sie dann beispielweise Leutnant zur See und verpflichten sich für weitere fünf Jahre Militärdienst.

Ein Wahnsinn ist die Bancroft Hall – das Studentenwohnheim: acht Kilometer Gänge, 13 Hektar Bodenfläche und mittendrin eine Mensa für alle 4400 Studenten, die alle Punkt 11.45 Uhr hier zum Lunch antreten. Doch da dürfen wir als Besucher leider nicht rein.

Naval Academy , Annapolis

Die Bancroft Hall, hier essen 4000 Studenten gleichzeitig!

Wir gehen durch die Lejeune Hall, wandeln ehrfürchtig durch die dortige Sportler-Ruhmeshalle und werfen einen Blick ins olympische Schwimmbad, wo Dutzende Studenten ihre Bahnen drehen. Jeder von ihnen ist verpflichtet, mindestens zwei Sportarten auszuüben. Die Auswahl ist groß von Basketball über Running bis natürlich Wassersport; 19 Männer-, 10 Frauen und 4 Gemeinschafts-Sportarten.

Ruhemshalle, Annapolis, Naval Academy

Die Ruhmeshalle. Pate stand hier der Invalidendom in Paris.

Tägliche Führungen unter www.navyonline.com.
Www.discover-annapolis.com

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