Kreuzfahrt Kanarische Inseln: Lanzarote – die bizarre Schöne

Das schöne Pooldeck der AidaSol

Das schöne Pooldeck der AidaSol

Lanzarote – die bizarre Schöne

Wer eine Kreuzfahrt durch die Kanarischen Inseln macht, hat Abwechslung gebucht! Keine Seereise bietet in wenigen Tagen so viele verschiedene Inseln! Die Mein Schiff 4 und die drei Aidas – Aida Sol, Aida Blue und Aida cara – haben auf Gran Canaria ihren wöchentlichen Turn around.

Ihr fahrt mit diesen beiden deutschen Reedereien auf ganz tollen Routen zur Blumeninsel Madeira, seht die endlosen Dünen von Fuerteventura, wandert über die grünen Berge von La Palma oder La Gomera, fahrt auf Teneriffa auf den imposanten Vulkan Teide – und kommt natürlich auch nach Lanzarote. Die bizarre Schöne mit dem dunklen Lavasand ist unsere Favoritin! Nutzt unbedingt jede Minute hier, um so viel wie möglich zu sehen.

Susanne von diekreuzfahrtblooggerde im Jameo del Agua auf Lanzarote

Susanne von diekreuzfahrtblooggerde im Jameo del Agua auf Lanzarote

Kanarische Inseln mit dem Mietwagen ab Kreuzfahrt-Hafen entdecken!

Und das geht auch ganz einfach auf eigene Faust. Denn wenn ihr in Arrecife am Pier anlegt, sind es nur wenige Meter bis zur nächsten Autovermietung. Am besten vorab im Internet einen Wagen reservieren. Die Preise sind moderat, für einen Tag liegen sie ab 40 und 60 Euro je nach Saison. Gut so!  Wir haben mit Cicar beste Erfahrungen gemacht. Diese Autovermietung besitzt Niederlassungen auf allen angelaufenen Inseln auch am Kreuzfahrthafen.

Praktisch: Bist du dort einmal registriert, können die Kollegen im nächsten Hafen auf deine Daten zurückgreifen und die Anmietung geht noch schneller vonstatten. Alles läuft schnell und unkompliziert ab. Schon eine halbe Stunde nachdem die Gangway frei gegeben wurde, sitzt ihr am Steuer und düst los!

Hier der Link: www.cicar.com/de

Und nun zu unseren fünf Highlights unter dem Motto:

„Auf den Spuren von César Manrique“

Schwarzer Lavasand, 300 Vulkankegel und aufgerissene Krater, sanft gerundete Feuer-Berge in flirrenden Rot-Braun-Schattierungen: eine dramatisch schöne, archaisch anmutende Mondlandschaft. Eine bizarre Schönheit, die in seinen Bann zieht. Lanzarote fasziniert.

Das erkannte schon ihr bekanntester Sohn, der 1919 in Arrecife geborene Maler, Bildhauer, Architekt, Designer und Autor César Manrique und seine Heimat mit außergewöhnlichen Werken beschenkte Ihm verdankt sie ihren Ruf als Künstlerinsel. Und die Tatsache, dass der Massentourismus hier im Gegensatz zu Gran Canaria und Teneriffa keine Küstenstriche verschandelte sollte.

Wilde Küste bei El Golfo

Wilde Küste bei El Golfo

Er hatte nämlich maßgeblich dafür gekämpft, dass Lanzarote 1993 zum Biosphärenreservat ernannt wurde. Ein Prädikat, dass immer stärker wackelt: Korruption und Vetternwirtschaft konnten den Bauboom nicht stoppen, die Insel platzt aus allen Nähten. Unschöne Wahrheiten, die der Künstler auf die Palme gebracht hätte.

1. Manriques Wohnhaus in Tahiche

Manrique ist seit 1992 tot. Er starb bei einem Verkehrsunfall praktisch vor seiner Haustür. Seine Spuren auf der Insel sind bis heute sichtbar und zu besichtigen.
Fahrt zu seinem ehemaligen Wohnhaus in Tahiche! Es wurde nach seinem Tod der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Bauweise und Einrichtung ist Extravaganz pur!

Heute gehört das Haus der nach ihm benannten Stiftung, die Fundacíon César Manrique, die hier auch ihren Sitz hat. 30 000 Quadratmeter groß über zwei Ebenen angelegt mit riesigen Gärten und Terrassen.

Wandelt auf den Spuren des Künstlers.

Eingang zum Wohnhaus und Stiftung von Manrique

Eingang zum Wohnhaus und Stiftung von Manrique

Das ehemalige Wohnhaus Fundación César Manriques ist ein perfektes Beispiel für die respektvolle Nutzung des auf Lanzarote vorhandenen Naturraums.

Kunstwerk v on Manrique beim Eingang seiner Stiftung

Kunstwerk v on Manrique beim Eingang seiner Stiftung

Die auf den ersten Blick unwirtliche Lavalandschaft inspirierte Manrique nach seiner Rückkehr aus New York, als er einen Feigenbaum im Vulkanfeld entdeckte. Der ursprüngliche Eigentümer bot dem Künstler an, dass er soviel Land nehmen könne, wie er für die Umsetzung seines Projektes brauche.

Lanzarote: Hier befindet sich die Fundacíon César Manrique -der Künsterl,der den Ruf der Insel maßgeblich mitbestimmte

Lanzarote: Hier befindet sich die Fundacíon César Manrique -der Künsterl,der den Ruf der Insel maßgeblich mitbestimmte

1968 begannen die Arbeiten zum Bau dieses einzigartigen Komplexes, in dem der Visionär anschließend selbst wohnte und arbeitete. Charakteristisch sind die großen, hellen Räume, weitläufige Fensterfassaden und die weiche, runde Raumgestaltung.

Ihr erkennt unmittelbar die Vision, die César Manrique angetrieben hat. Es ist die Verbindung von Tradition und moderner Nutzung, von Architektur und Schönheit, der Liebe zur Natur und künstlerischer Originalität unter Berücksichtigung der natürlichen Verhältnisse.

Im Obergeschoss könnt ihr die Wohnräume durchlaufen, den Salon, die Küche, das Wohnzimmer, ein Gästezimmer, ein Schlafzimmer und ein Bad.

César Manrique: Kunst in seinem Wohnhaus

César Manrique: Kunst in seinem Wohnhaus

Das Untergeschoss gestaltete er besonders außergewöhnlich. Es besteht aus fünf ursprünglich im Lavafeld eingeschlossenen Vulkanblasen. Manrique ließ sie Diese mit kleinen durch die Lava gebrochenen Durchgänge verbinden.

Die Blasen wurden aufbereitet, ausgestattet und bewohnbar gemacht.

Schaut euch die Ruhezone an! Hier findet der Besucher eine üppige Vegetation, ein kleines Schwimmbecken mit Wasserfall, einen Grill, eine Tanzfläche und eine schattige Terrasse, integriert in einen Felsvorsprung.

Manriques Wohnhaus inmitten der kargen Vulkanlandchaft

Manriques Wohnhaus inmitten der kargen Vulkanlandschaft

Fundacíon César Manrique

Die Fundación César Manrique (César Manrique Stiftung) hat heute ihren Sitz im ehemaligen Wohnhaus.
Ausgestellt sind Skulpturen, Gemälde und Skizzen nicht nur von Manrique selbst, sondern auch von weiteren bekannten und weniger bekannten Künstlern. Darüber hinaus gibt es immer wieder temporäre Ausstellungen.

Spannend sind die Videopräsentationen, die Einblick geben in das Leben und Schaffen Césars  erkennt, wie die Räume früher genutzt wurden. Auf einer Fläche von rund 30.000 qm² erbaut, hat die Anlage auf zwei Ebenen ca. 1.800 qm² Wohnfläche. Auf 1.200 qm² wurden Gärten und Terrassen angelegt, sowie Parkplätze auf ca. 2.900 qm².

 

Lanzarote Wonhaus César Manrique

Besuch im Wohnhaus von Manrique

Alles ist eine gelungene Kombi zwischen Tradition und moderner Nutzung, von der Symbiose aus origineller Kunst und der Liebe zur Natur.

2. Jameos del Agua

Weiter im Norden hat Manrique die Jameos del Agua geschaffen:
Dazu reinigte er zwei als nutzlos erachtete Einbrüche der Lavadecke in einem 7,5 Kilometer langen Tunnelsystem, dem Tunel de la Atlantida, von Geröll. Dann verwandelte er sie in ein vulkanisches Disneyland!
Das Areal strotzt nur so von subtropischen Pflanzen. In einem terrassenförmig in das Lava-Gestein integrierte Restaurant hat man einen einzigartigen Blick auf einen verwunschenen Salzwassersee in einer Lavatunnel.

Wenn ihr näher rangeht, seht ihr weiße Minikrebse dort leben. Einfach über einen seitlichen Steg laufen, weiter durch die Lava-Halle gehen und wenn ihr am anderen Ende wieder ans Tageslicht kommt, wartet eine weitere Überraschung: ein zweites Loch , ein weißer Pool mit türkis schimmerndem Wasser, der von dem hereinbrechenden Sonnenlicht angestrahlt wird! Traumszenerie!

3. Jardín de Cactus – der Kaktusgarten von Manrique

Flora und Fauna, Lanzarote

Kakteen gehören zu Lanzarotes Landschaft

Auf über 5000 Quadratmetern finden Sie hier rund 7200 Kakteen und etwa 1100 verschiedene Arten aus Afrika, Nord-, Mittel-, und Südamerika, sowie von den Kanarischen Inseln zu bestaunen.
Ganz im Sinne Manriques sind die bepflanzten Terrassen kreisförmig angeordnet und erinnern so an einen Vulkankrater.
Kleine Lagunen mit Wasserpflanzen und Fischen lockern das Gelände idyllisch auf.

Für den Künstler war dieser Garten eine einzigartige Natur-Kunst, die lebt und sich ständig wandelt.
Der Kaktusgarten wurde 1990 eingeweiht und war sein letzte Werk .Vor dem Garten steht, unübersehbar und täuschend echt nachempfunden, ein riesiger Metallkaktus. Geht man durch das schmiedeeiserne Tor ins Innere, ist die Sicht noch durch ein kleines labyrinthisches Spiel mit runden Formen verdeckt. Erst danach entfaltet sich dem Besucher die ganze Pracht und Schönheit dieses Ortes.

4. Cueva de los Verdes

Lanzarote: Cueva del Verde

Lanzarote: Cueva del Verde

Lanzarote Cueva del Verde

Lanzarote Cueva de los Verdes

Die Cueva del Verdes sind ein Höhelnsystem, das man besichtigen kann.

Die Cueva de los Verdes sind ein Höhlensystem, das man besichtigen kann.

Dieses Wunder der Natur solltet ihr nicht verpassen. Es liegt nur wenige Minuten von den Jameos entfernt. Die Cueva de los Verdes – die Grüne Höhle.
Sie gehört zum selben Tunnelsystem wie Manriques Jameos del Agua und entstand vor erst 5000 Jahren bei einem Ausbruch des Monte Corona.

Die Lavaströme, die ins Meer flossen erkalteten an der Oberfläche schnell, die Magma darunter strömte weiter. Als die Eruptionen endeten, flossen die Magmareste hinaus und hinterließen auf verschiedenen Ebenen und einer Gesamthöhe von 50 Metern Gänge und Hohlräume.

Einen Ausflug in diese Unterwelt bietet eine 45 minütige Führung, die durch raffinierte Beleuchtung und esoterische Klänge einen ganz besonderen Reiz erlangt.

5. Fahrt durch den Timanfaya Nationalpark

Es war 1730, der erste September, als sich auf Lanzarote die Erde veränderte.

Donner, Explosionen, Regen von Asche und Vulkangestein. Flammen schossen aus dem Gipfel, 19 Tage lang. Immer wieder bis 1736. Und dann erneut 1824.
Danach war eine neue, bizarre Landschaft entstanden.

Ein Viertel von Lanzarote wurde so unter einer dicken Schicht aus Lava und Asche begraben und änderte das Aussehen der Insel für immer.

Und die könnt ihr erleben wie damals, weil sie sich nicht verändert hat. Dieses Eldorado für Geologen und Botaniker ist heute ein Nationalpark, Und der ist nicht mal klein: 51 Quadratkilometer groß.
Zum Schutz der Natur dürft ihr ihn nicht auf eigene Faust abfahren, sondern nur auf geführten Touren, Doch die lohnen sich:

Die Feuerberge von Lanzarote

Die Feuerberge von Lanzarote

Kreuzfahrer wie Insel-Urlauber können in einer Bus- Tour (40 Minuten, Führung auf Deutsch, Englisch, Spanisch) durch die unberührte Vulkanlandschaft fahren. Ihr erfahrt auf der 14 Kilometer langen Strecke spannende Details über die Ausbrüche, Flora und Fauna.

Diese Landschafts-Fahrt ist auch so ein Werk von César Manrique, die er 1968 realisierte: Die Straßenführung ist ideal der Umgebung angepasst. Sie erstreckt sich entlang der Hauptausbruchzone und ihr erkennt Höhlen, natürliche Öfen und die Ausmaße des Malpais, des unfruchtbaren Landes.

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